Die wohl am häufigsten anzutreffende Antwort wird vielleicht die werbliche Gestaltung sein. Vielleicht dicht gefolgt von Interpretationen, die mehr den Künsten oder dem industriellen (Mode-, Grafik-, Interactive-, Produkt-, u.v.a.) Design zuzuordnen sind. Weitere könnten das “Prozess-Design” oder systemisches Design sein. Oder Designer-Drogen. Sicherlich gibt es noch sehr viele Bereiche, die unter dem Begriff Design zusammenfassbar wären, die Grauzone ist dabei natürlich sehr hoch, da heute jeder Design in irgendeiner Form als Notwendig erachtet und somit der Einsatz des Wortes in Mode gekommen ist. Allen gemeinsam ist jedoch, dass ein mehr oder weniger zielgerichteter Prozess zu einem bedarfsorientierten umsetzen oder handeln führt, also konkret z.B. eine Zahnbürste wird, für eine rechte Hand optimiert, entworfen, oder abstrakter ein Ablauf für eine Zielgruppe oder einen Einsatzzweck definiert. Wenn man sich dies alles bewusst macht, fällt auf, das Design sicherlich auch als rein visuelle oder haptische Komponente verständlich sein kann, aber auch als super abstrakter Prozess oder idealer Weise die Kombination beider:

“Ein gesamtheilticher Vorgang, der alle das jeweilige System betreffenden Komponenten umfasst und zu einem auf den Bedarf hin ausgerichteten und optimierten Ergebnis führt.”

Dies könnte eine idealisierte Definition sein. Wie das aber meist so ist mit den Idealen, ist der menschliche Drang zum subjektiven interpretieren der Faktor, der das Ganze wieder unscharf werden lässt, aber eben auch menschlicher, also für den Menschen (um den es ja letztendlich geht) verständlicher.

Genau so wie man z.B. zwischen Kunst, also der zweckentbundenen Gestaltung und dem visuellen Design, also dem zweckgebundenen Design, unterscheiden muss, so kann man auch z.B. das wuchernde organische Entwickeln eines Ablaufs (lernen eines Jobs “on the fly”, aka “trial-and-error”) einem durchgestylten Prozess zur Unterrichtung eines Menschen in diversen Abläufen gegenüberstellen.

Worauf will ich hinaus?

Wenn man das zuvor gesagte als Basis nimmt, fallen jedem leicht ein paar Beispiele ein, in denen etwas “konstruiertes” auf der einen Seite und etwas “natürlich gewachsenes” auf der anderen Seite gegenüber gestellt werden kann.

Ich persönlich sehe das eine als “heissen”, das gegenüber liegende als “kalten” Prozess, vollkommen unabhängig davon, ob es ein konkret visuelles, ein abstrakt konstruiertes oder etwas völlig anderes als Ergebnis haben soll.

Es geht quasi darum, den Ursprungspunkt zu definieren, mit all seinen Eingangsparametern und das Ziel. Der Prozess der hier nun gestaltet wird, ist eine gesunde Kombination aus “heissen” und “kalten” Prozessen, nämlich den “konstruierten” und den “organischen”.

Nun bin ich doch recht weit vom Thema abgekommen! Oder doch nicht? Eigentlich wollte ich über Design reden. Letztendlich tue ich genau dies. Es geht letztendlich darum, Design nicht nur als produktives umsetzen nach dem Ansatz “form follows function” zu begreifen, sondern es als generellen Ansatz für das Formen, das Modellieren von jeglichen Abläufen zu sehen. Unabhängig vom Geschäftsfeld, Auftraggeber, Zielsetzung, Herleitung, usw.

“Alles ist Design. Die Kunst besteht darin, Design als Prozess zu sehen der gesamtheitlich ein Ziel definiert und den Weg dahin modelliert.”

Nun ist dies alles schön daher gesagt, alles in allem doch nichts besonderes. Aber wie schafft man denn ein “gesamtheitliches Design”?

Dazu mehr im nächsten Teil…

Kind of a concept for our upcoming event on new years eve @ the new office. Maybe we should use it for a portfolio, too.

[WP_UnityObject src="http://www.zero.io/wp-content/uploads/unity3d//cubic.unity3d" logoimage="http://www.zero.io/wp-content/uploads/unity3d/zeroioloader.jpg" width="575" height="300" backgroundcolor="#000000" textcolor="#ffffff" /]

New Stuff from the r to the t to tha z:

After taping for a while i found some blank decks and some old cans…